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Endlich fertig: Mein Reisebericht "Highlights of Scotland"

So, endlich geschafft und einen neuen Reisebericht eingestellt. Die Zeit rast nur so und ich beginne schon wieder die Vorbereitungen für die in diesem Jahr geplanten Motorradtouren. Da möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen, denn oft kommt es anders als man denkt....

 

Die Schottland-Tour soll Euch von Osten nach Westen auf eine 18-Tages-Tour, self-guided, mitnehmen und Euch dieses schöne Eiland näher bringen. Schon einmal vorab: Trotz Brexit könnt Ihr ohne mit der Wimper zu zucken dort hinfahren. Die Gastfreundschaft uns Motorradfahrern gegenüber ist ungebrochen herzlich. Also: Viel Spaß beim Lesen und seht mir mein "Delay" etwas nach. Ich habe einen neuen, sehr zeitfüllenden Job seit dem letzten Jahr.

 

Euch allen ein tolles, spannendes und vor allem wettermäßig gutes Motorradjahr 2018. Fahrt umsichtig und habt Spaß am Wind und allem, was sich bewegt und an dem, was sich Natur nennt.

 

Schottland 2017: Besondere Übernachtungsmöglichkeit direkt am Meer - Coastal Carriage
Schottland 2017: Besondere Übernachtungsmöglichkeit direkt am Meer - Coastal Carriage
Applecross: Schönes Wetter hatten wir auch - nicht immer, aber öfter
Applecross: Schönes Wetter hatten wir auch - nicht immer, aber öfter

Und im September machten wir wieder die Dolomiten unsicher und fuhren u. a. auf einen Zwei-Tages-Trip nach Slowenien. Das Wetter insgesamt aber war mies und es regnete oft. Von den 7 Tagen hatten wir drei Tage Fahrwetter. Daraus haben wir für uns entschieden: Nie mehr im September in die Dolomiten!

Auch im nächsten Jahr werde ich meiner "Tiger" treu bleiben. Obwohl, es gibt ja nun die Street Triple mit demselben Motor...


Und jetzt zu mir:

Ge - stattet, dass ich mich vorstelle:

 

Ge - boren bin ich in Bünde, vor gut 54 Jahren. Vorerst wurde ich in vierrädrigen Vehikeln herum

 

ge - fahren und fühlte mich sauwohl! Dann, als ich mein erstes, richtiges Fahrrad bekam (ich war 9 Jahre alt), da passierte folgendes: Meine Eltern sahen mich beim Frühstück und wieder mittags, denn ich musste ernährt werden und meine Hausaufgaben machen. Dann erst wieder abends, oft so spät, dass ich Haue bekam. Das alles lag an meiner Liebe zum Fahrrad fahren. Ich genoss jeden Kilometer und fuhr überall hin, zu wem ich wollte und egal, wo die- oder derjenige wohnte. Landete ich mal unfreiwillig auf dem Asphalt, musste ich doch eher nach Hause fahren, habe ordentlich

 

ge - jammert und mir wurde verband- und schokoladenmäßig geholfen. Das kam doch häufiger vor, weil ich die Kurven recht schnell nahm. Als junger Mensch hat man´s ja eilig.

Meinen Autoführerschein habe ich mit 18 1/2 gemacht, denn da war Sommer. Den Motorradführerschein verweigerte man mir, den durfte nur mein Bruder machen. Für mich als "Mädchen" schickte sich das doch wohl nicht. Ich fand das soooo un-

 

ge - recht! Auto fahren war aber auch eine spannende Sache damals. Mein Käfer und ich, wir hatten schon einige Differenzen zu begleichen. Im Sommer ging die Heizung nicht aus und ich schwitzte bis zum Umfallen und im Winter lief es umgekehrt. Sie ging nicht an. Kennt Ihr bestimmt. Dann hatte ich endlich mein eigenes Einkommen und konnte sparen. Ich zog mit meinem damaligen Freund zusammen und fing an, Fahrstunden zu nehmen. Klasse 1, natürlich.

 

Ge - fallen bin ich durch die Führerscheinprüfung beim ersten Mal. Kurgebiet Bad Oeynhausen. Man führte mich in eine Straße, deren weiterer Verlauf für Motorräder gesperrt war. Dies signalisierte ein Schild. Dieses Schild übersah ich. Die dicke 750er BMW ließ sich leider schlecht händeln und so schmiss ich sie beim engen Wendemanöver auch noch auf den Boden. Ich hatte die Nase so voll! Daraus erwächst dann immer mein Ehrgeiz. Aus Wut. Werdet Ihr noch öfter lesen, falls Ihr meine Berichte mal als Lektüre nehmen wollt.

 

Ge - schafft habe ich die Prüfung mit Bravour beim zweiten Mal, am 9. November 1984 in elendem Wetter mit einer defekten Suzuki GPZ 900. Ha! Ich kaufte mir eine Güllepumpe in Custom-Ausführung. Das fast schlimmste, was man als Anfänger fahren kann: Schwer, breit, mit Riesenscheibe.  Der V-Motor beheizte meine Waden manchmal aufs Widerlichste. Aber: sie war zuverlässig und sprang immer an. Dieses Motorrad fuhr ich

 

ge - nau eine Sommersaison. Dann wurde ich schwanger und machte Motorradpause. Bis zum Jahr 2006.

 

Ge - trennt von meinem ersten Mann (1998) waren  mein Hauptanliegen unsere beiden Kinder (heute selbst Motorradfahrer)  und ein angenehmes Wohnumfeld. Als ich (2003) meinen jetzigen Mann kennen lernte, fuhr er eine alte R 100.  Mit der kamen weder er als Fahrer noch ich als Beifahrerin gut zurecht. Als er sein Haus verkaufte und sich entschloss, bei mir einzuziehen, suchten wir uns ein Motorrrad für uns Beide aus, eine BMW

 

GE - S 1200. Das war im Februar 2005, als sie geliefert wurde. Mann, war das eine tolle Saison! Wir fuhren an den Rhein, in den Harz, an die Mosel, ins Siegerland. 2006 dann heirateten wir und fuhren

 

ge - meinsam mit der GS nach Schottland in die Flitterwochen. Als wir zurück waren, saß mein Mann an einem Abend vor dem Fernseher, während ich am PC ein Motorrad ersteigerte. Bei EBAY!  Ihm fiel fast der Unterkiefer herunter, als ich es jubelnd verkündete. Wir holten die 600er Diversion ab und ich mühte mich redlich ein Jahr lang mit dem Vehikel herum. Ich fuhr sooooo schlecht, dass ich ganz verzweifelt war. Manchmal hätte ich das Bike gern hin

 

ge - schmissen und die ganze Fahrerei an den berühmten Nagel gehängt. Das machte mich wiederum wütend auf mich selbst und  - wie Ihr oben bereits gelesen habt: dann klappt es meistens bestens. Ich leitete 2007 ein Jahr lang einen Hein-Gericke-Shop in Osnabrück und Ich kaufte mir von einem befreundeten Händler eine Fazer FZ6. Nagelneu. Ich

 

ge - riet wiederum nach Schottland. Dieses Mal mit meinem eigenen Bike und meinen zwei Kindern, mein Sohn als Fahrer und meine damals 15-jährige Tochter  als Sozia. Zu viert fuhren wir bis auf die Orkneys. Was mich wiederum erstaunte und neidisch machte: mein Sohn, der Führerscheinneuling, fuhr wesentlich besser als ich. Also was tun?

 

Ge - lernt habe ich dann, Kurven zu fahren durch viele Trainings beim ADAC. Ob es Kurven-, Schräglagen oder Intensivtraining war, alles habe ich besucht und mitgemacht. Dann fuhr ich ir-

 

ge - ndwann 10.000 km pro Jahr und hatte den Bogen raus. Zum ersten Mal sagte mein Gatte, ich könne nun auch in einer Gruppe mitfahren. Das klappte dann auch ganz gut, obwohl die anderen mir doch eine Spur zu schnell waren und ich beim Aufholen oder Dranbleiben oft ins Schwitzen kam. Das machte mich wiederum ärgerlich und ich kaufte mir Ende 2010 eine Street Triple. Die hat nun richtig Power beim Anfahren und beim Heraus-Beschleunigen aus den Kurven, so dass ich nicht immer hinter den großen Boliden hinterher hing und auch den Gashahn fleißig nutzte. Ich habe beim Fahren seither niemals mehr so viel Spaß

 

ge - habt und so ein Grinsen im Gesicht wie mit meiner Triple. Wo ich mit der gewesen bin? In England, zwei Mal in Südtirol, in Südfrankreich und in Schottland. Mit fremden Bikes erfüllten wir uns 2013/14 zu Silvester einen großen Wunsch: wir fuhren durch Namibia (mit XT 660). Dann, in 2014, tourten wir mit zwei gemieteten BMW´s über die Insel Madeira, auch eine feine Motorradinsel. Es kamen immer Zeiten, wo es

 

ge  - sundheitlich nicht so gut lief. Seit August 2014 bin ich Schmerzpatientin, aber niemand findet die Ursache. Dazu kommt, dass die Schmerzen beim Sitzen am schlimmsten sind und (außer in Namibia) fahre ich so gut wie nie im Stehen. Was tun? Ich gebe die Hoffnung nicht auf und habe meine Street Triple im Oktober 2014 an meinen Sohn verkauft.

 

Ge- rade, als ich das Motorradfahren hinschmeißen wollte, stand sie im Motorradscout24: die Tiger 800 - mit Koffern, Tourenscheibe, Heizgriffen, Topcase - wunderschön. Kurze Zeit später war sie mein. Mein Herz war leicht, mein Konto leer. Und dann? Wohin mit einer Straßenenduro?

 

Ge - bucht hatten wir dann im Mai/Juni 2015 Sardinien, im September Südtirol und in 2016 haben wir Ende April/Anfang Mai Sizilien sicher gemacht (unsicher ist das ja schon).

 

Ge - gen mein Heimweh nach Schottland konnte ich dann aber in 2017 nicht mehr an. Auch Karsten wollte gern mal wieder als Highlander auftreten. Also fuhren wir im Mai/Juni unsere "Highlights of Scotland"-Tour und im September wieder in die Dolomiten, aber nur eine Woche. Der Reisebericht Schottland ist jetzt endlich fertig. Dann lest mal fleißig und bleibt

 

ge - sund.