Impressionen meines neuen Motorrades

Nun habe ich sie endlich aus dem Winterschlaf geweckt und sie ein wenig "aufgemotzt", die Street Triple. Gefahren bin ich sie bereits an zwei Sonntagen und ich finde, sie fährt sich besser als sie aussieht - und das heißt schon etwas. Aber: die Geschmäcker sind immer verschieden und das ist auch gut so!

 

In diesem Sinne will ich dann mal starten... in die neue Saison 2011!

Ostertour zu fünft - Ederbergland!

Auf der Kölner Motorradmesse Anfang März lernten wir Axel vom Hotel Sassor kennen, der nett mit uns plauschte und uns einen Flyer mitgab. Eine Pauschale für Biker war darin erklärt und das schien für eine Ostertour genau das Richtige für uns als Familie zu sein. Wir buchten und fuhren erstmalig ins Ederbergland nach Battenberg-Dodenau. Drei Tage schönes Kurvenschwingen auf uns verwundernden wenig befahrenen Straßen und Strecken. Bei den Bikertreffs war allerdings immer eine Menge los. Es war schön, hat viel Spaß gemacht und wir werden auf jeden Fall wieder dorthin fahren und den Axel und seine Frau Ulli einen Besuch abstatten.

Besuch aus Marienhafe (Ostfriesland) bei uns in Bünde

An diesem Wochenende haben wir Besuch aus Ostfriesland bekommen: Die beiden A´s (Artur und Angelika) wollten einmal mit uns im Weserbergland Motorrad fahren. Das Wetter passte, die Laune war klasse - nur Karsten war gerade wieder um ein Jahr älter geworden... nichts desto trotz fuhr er mit seiner Tiger wie ein Wiesel!

Harztour mit Honda SCHRIEWER aus Bissendorf

Bei der Eröffnung der neuen Halle und der Triumph-Vertretung der Fa. Schriewer in Bissendorf Anfang des Jahres lasen wir durch Zufall von einer angebotenen Harztour, eigentlich von zweien, einmal im Juli und einmal im August.

Spontan, wie wir sind, meldeten wir uns an, mit noch vier Leuten aus dem Bikerboard. Nur zwei davon kamen mit, aber die Gruppe war trotzdem super!

Wir lernten eine zügige Fahrweise kennen und auch das Kurvenfahren auf nassen Straßen mussten wir am Freitag und wieder am Sonntag über uns ergehen lassen. Es war aber gar nicht so schlimm.

Die Unterkunft im "Braunen Hirschen" in Sophienhof bei Ilfeld sowie die Verpflegung dort war rustikal und üppig, also richtig klasse!

Unser Tourguide vorn war der "schnelle Hans-Georg", der auch dort ein Ferienhaus besitzt, zu dem er seit 1994 fährt und daher die Gegend wie seine Westentasche kennt und hinten fuhr der Siegfried Schriewer auf einer Varadero, am Samstag zusammen mit Dagmar, seiner Frau. Er hielt die Gruppe zusammen und passte auf, dass niemand verloren ging.

Alles in allem eine gelungene Tour und viel Spaß, weil die Chemie untereinander passte. Obwohl die Motorräder durchaus verschiedener nicht sein konnten...

Falls wir im nächsten Jahr die Chance haben, wieder dabei zu sein, fahren wir gern wieder mit!

Fünf Biker - Fünf Bikes

Neles letztes Wochenende vor Ausbildungsbeginn, Karstens und mein Wochenende ohne großartige familiäre, geschäftliche und private Einladungen, Britts und Michaels letztes Wochenende in ihrem Urlaub und noch dazu Britt mit ihrer absolut scharfen, neuen HONDA Hornet.

Wir FÜNF tun uns also zusammen und fahren mal so knappe 700 Kilometer an diesem Wochenende, an dem es, wie in Deutschland nun im Sommer so üblich, auch regnet, windet und stellenweise recht kalt ist.

 

Unterwegs in Schauenburg / Hessen

Es wird alles gut - Sommerurlaub 48 47 22 11 in Südfrankreich (Region Rhone-Alpes)

In diesem Jahr mussten wir uns was Besonderes einfallen lassen, denn der Familienurlaub sollte was für ALLE werden: für Karsten (48), für mich (47), für Lukas (22) und für Jannis (11). Gar nicht so einfach! Wir wählten das Land Frankreich mit der Hinfahrt über Paris und der Rückfahrt über Luxemburg.

 

Von 15 Urlaubstagen waren wir 4 Tage mit durchschnittlich 700 km und 115 km/Stunde (weil mit Anhänger) unterwegs, um zu unseren Zielen zu gelangen. Es hatte sich gelohnt! Wir wurden für die mitunter 9 Stunden Fahrtzeit mit Sonne, wunderschöner Landschaft und tollen Motorradtouren, abendlicher Unterhaltung auf dem Campingplatz und noch vielem anderen entschädigt.

 

Im Anschluss kommt ein kleiner Abriss des Urlaubs, der durchaus zur Hälfte ein Motorradurlaub war.

Am 19. August (Freitag) geht es los Richtung Paris. Unterwegs auf der Autobahn weist uns ein sehr freundlicher Brummi-Fahrer darauf hin, dass ein Gurtband auf dem Anhänger gerissen ist. Also kurzer Stopp und neu gezurrt. Abends dann in der Nähe von Paris auf einem Campingplatz lassen wir Fünfe gerade sein und kochen nicht nur, sondern essen auch Spaghetti Bolognese.

Am nächsten Morgen geht es frühzeitig los. 60 km sind es bis zum Disneyland Resort Paris. Bis kurz davor ist es fahrtechnisch okay. Dann wird es zur Farce. Heute ist Samstag! Also nun ein guter Rat: Fahrt niemals Samstags oder Sonntags und wenn möglich nicht in den Ferien ins Disneyland. Und auch nicht unbedingt bei 29 Grad ohne Wind und Wolken. Und nehmt 15 Euro nur allein für´s Parken mit. Und ca. 50 Euro für´s Fast Food, nochmal so viel für Getränke. Oder besser noch: geht zu Hause auf die Kirmes!

Am Sonntag fahren wir weiter Richtung Rhone-Alpes. Die Strecke zieht sich ganz schön und die Temperatur steigt stündlich. Wir kommen gen 19:00 Uhr an unserem Campingplatz bei Vallon Pont D´Arc an der Ardeche bei 39,5 Grad an und finden einen großen Stellplatz mit viel Schatten vor. Außerdem können wir den Anhänger gut unterbringen und genießen die sommerliche Wärme vor dem Restaurant bei einer Pizza, mehreren Leffes und der Musikshow von Tom und seinem Bassisten und Gitarristen.

Am Montag machen wir zunächst ALLES FALSCH! Wir frühstücken spät, dann wollen wir eine Tour machen, alle Tanks haben aber Durst. Die günstigste Tanke ist in 10 km Entfernung und dort stehen Autoschlangen in der brütenden Hitze davor! Da sind wir das erste Mal durchgeschwitzt und als wir merken, dass wir dran sind, merken wir auch, dass die Tanke mit einer Kreditkarte bedient werden will (die EINE von den vieren). Karsten hat leider seine PIN nicht richtig im Gedächtnis und so müssen wir uns noch einmal da anstellen, wo Barzahlung möglich ist. Dann fahren wir ca. 35 km und ich (besonders mein Allerwertester) kommen vor Hitze um. Der Krümmer unter meiner Sitzbank wird bei dem ersten ruhigen Gefahre unter 70km/h so heiß, dass ich die Beine gar nicht so weit abspreitzen kann wie ich gerne würde. Außerdem läuft mir das Wasser in die Schuhe, denn ich habe ja ob des Wissens und Kennens des Problems nicht die Sommerhose, sondern die Goretex-Hose angezogen, weil die dünne Hose die Hitze noch viel eher durchlässt. Also kehren wir nach meinem Kommando um und im Grunde sind alle erleichtert. Wir fahren statt dessen Kanu. Mit ca. 150 anderen Menschen. Macht aber Spaß, das Wasser ist warm bis erfrischend, je nach Tiefe und die Zusammenstöße sind verzeihlich.

Am nächsten Tag, dem Dienstag, sind wir besser vorbereitet. Nach dem Motto" Der frühe Vogel kann mich mal stimulieren" stellen wir uns einen Wecker und essen leise um 8:00 Uhr Frühstück. Dann ziehen wir unsere Motorradklamotten an, schieben die Bikes leise zum Waschhaus und dann... lassen wir die Motoren aufheulen und fahren mal vom Platz.

Am Tag darauf machen wir einen Stadtbesuch in Vallon Pont D´Arc und fahren nur eine kleine Runde (ohne Fotoapparat) von 100 km zur anderen, sehr kurvigen Seite vom Campingplatz. 

Der Donnerstag bringt die totale Wende. Wir besuchen den Markt in Ruoms und werden von einem heftigen Gewitter überrascht, so um die Mittagszeit. Dieses Gewitter dauert den restlichen Tag und die Nacht über noch an. Bis zum frühen Morgen donnert´s und regnet es in Strömen. Dann sind es anstatt 39 Grad nur noch 22 Grad und ich friere und schlottere in meinem Schlafsack! Nun verlassen viele Gäste den Campingplatz, teils, weil sie in ihren Zelten schwimmen können, teils weil sie vielleicht meinen, an der Cote d´Azur ist es schöner, besser, wärmer.

Am 27.08. hat der Lukas Geburtstag. Sonst das ganze Jahr über fröhlich und vergnügt, fast nie schlecht gelaunt oder verzagt findet man ihn an seinem Geburtstag in grüblerischer, abwesender, fast schon depressiver Stimmung vor. Das versuchen wir, zu ändern.

Heute ist es angenehm "kühl" zum Motorrad fahren (21 Grad) und wir haben uns den Mont Gerbier de Jonc ausgesucht. Fast 1560 m hoch ist er und die Strecke scheint schön zu sein. Dass es beim "Hinaufkurven" immer kälter wird und wir nachher oben Menschen mit Handschuhen und Mützen um uns haben und uns die Zähne klappern, haben wir anfangs nicht geahnt. Erst später, als es richtig t anfängt, zu ziehen und Karsten sich ein Sweatshirt von Jannis unter die Jacke und Lukas sich haufenweise Toilettenpapier in seine Hose stopfen, da sind wir sicher: heute ist ein saukalter Geburtstag! Trotzdem kommen nun ein paar Motorradbilder.

Nach diesem Tag sind alle drei Männer erkältet. Schnupfen, Husten, Schnarchen, alles, was damit einher geht, wenn die Rüssel verstopft sind, muss ich nun quasi mit ertragen. Und habe natürlich Mitleid. Daher fahren wir am nächsten Tag nur eine kleinere Tour, zurück durch den Bois de Paiolive, den "versteinerten Wald", in dem wir auch kurz ein bisschen umher wandern. Allerdings sind die Temperaturen wieder auf dem ansteigenden Ast und daher halten wir das in Motorradklamotten nicht allzu lange aus.

Der nächste Tag, allein weil drei Männer immer noch schnupfen und husten, steht unter dem Thema: Kultur. Das heißt: wir fahren mit dem Auto ein wenig in die idyllischen Orte Balazuc und Joyeuse und machen einen Bummel mit anschließender Abkühlung in der Ardeche. Auch mal ganz schön. Zur Vesperzeit gönnen wir uns ein Crepe mit Maronenmus. Wenn wir schon mal in der Gegend der Maronen sind ....

 

Heute, am vorletzten Tag unseres Aufenthaltes auf diesem Campingplatz fahren wir eine sehr interessante Tour, nämlich die zum Mont Ventoux. Zusammen mit vielen, vielen Fahrradfahrern, ob Mountainbiker oder Rennradfahrer, haben wir nur das eine Ziel: oben auf diesem weißen Kalkriesen in fast 2000 m Höhe anzukommen, um dann wieder ´runter zu fahren. Es wird ein toller Tag: das Wetter passt und die Stimmung ist gut. Die Tour ist toll geplant und muss nur durch eine Unterbrechung ein wenig umgelegt werden. Das Essen (gefüllte Omelettes) ist auch sehr lecker und wir haben dann abends die 1000 km-Marke erreicht.

Am letzten Tag in Südfrankreich besuchen wir noch einen Markt und packen dann unsere Sachen, braten uns noch einmal ´nen Storch...ähm Fisch, holen den Anhänger und verzurren die Bikes. Danach die allabendliche Dusche, ein Abschiedsspaziergang über den Campingplatz und ein Abschiedsbier oben beim Restaurant.

Am 1. September fahren wir die längste Etappe des Urlaubs: 750 km nach Luxemburg (Larochette) zum Campingplatz Birkelt. Wir kommen kurz vor 20:00 Uhr an und es gibt mal wieder...na? Nudeln! Das Wetter ist den Tag über total klasse gewesen und da wir dort Wifi haben, sehen wir per Netbook, dass der kommende Tag sehr schön werden soll.

Am nächsten Morgen gibt es Brötchen statt Baguette - ganz was Neues! Dann werden die Motorräder vom Anhänger genommen, die Bandit von Lukas fällt einfach von selbst ins Gras, weil sie es so eilig hat. Und dann geht´s auf Tour durch das Müllerthal und die Burgengegend (Vianden, Esch-zur-Alzette, Esch-sur-Sure etc). Es sind 27 Grad, aber durch die waldreiche Gegend ist es nicht zu warm, nur bei den Stops merken wir das. Abends gibt es ein Abschiedsessen in Mersch und dann geht es am 3. September endgültig nach Hause.

Der Urlaub hat mir gezeigt, dass wir eine nicht alltägliche Familie sind und das Ausleben unseres Hobbies auch sehr speziell ist. Will sagen: Schräg gegenüber von uns auf dem Campingplatz wohnt eine Familie (Vater, Mutter, Tochter) aus Bayern. ER ist begeisterter Mountainbiker. Morgens holt er Brötchen, sie kocht Kaffee und deckt den Tisch. Nach dem Frühstück kleidet er sich sorgsam mit Outdoor-Klamotten an und sie geht Aufspülen. Er fährt weg-mit dem Mountainbike, aber ohne Frau. Sie liegt auf der Liege und relaxt, liest ein Buch, löst ein Kreuzworträtsel, fährt irgendwann Einkaufen und macht dann was ganz Gruseliges: Sie wäscht Wäsche. Im Urlaub! Ihr Mann kommt spätnachmittags völlig selig, ausgepowert und verschwitzt zurück. Während er duscht, bereitet sie das Essen zu. Er deckt dann den Tisch. Es wird gegessen und er und seine Tochter, die den ganzen Tag mit Jugendlichen Kanu gefahren ist, spülen ab. Dann sitzen sie draußen, er erzählt lebhaft von seinem tollen Tag und sie spielen noch irgendwas zusammen oder machen einen Spaziergang.

 

Bei uns wird nun alles gemeinsam erledigt. Da würde ich nicht auf dem Platz bleiben, um zu kochen oder einzukaufen. Die Jungs würden auch nicht ohne mich fahren, weil sie wissen, wie gerne ich mit dabei bin. So haben wir zwar weniger Zeit (insgesamt) für das Motorrad fahren, aber dafür wird zusammen eingekauft, gekocht und aufgespült. Nur gewaschen wird nicht. Gar nicht im Urlaub. Auch, wenn Lukas nur 8 Unterhosen für 15 Tage mitnimmt. Dann muss er sich welche leihen!

 

Das ist mir in diesem Urlaub nahe gegangen und ich bin echt froh, dass ich sooo liebe Männer habe, für die es selbstverständlich ist, dass ich immer bei allen Aktivitäten dabei bin.

Mein neues "Hitzeschild"

Da mir im Urlaub der Allerwerteste inkl. der Oberschenkel doch oft ein wenig zu heiß wurden, um noch von Fahrspaß zu reden, habe ich ständig hin- und her überlegt, was ich machen könnte, um Abhilfe zu schaffen. Im Internet fand ich einige Möglichkeiten, wählte davon die des George Lucas und entschied mich für ein "Hitzeschild" aus Graphit, nämlich eines Hitze- bzw. Thermoschutz-bandes. Sieht nicht toll aus, sieht aber auch nicht absolut schlecht aus. Nun bin ich mal gespannt, was es bringt. Drückt mir mal die Daumen, dass es seiner beworbenen Eigenschaft auch gerecht wird!

Indoor-Auftritt

Bei unserem Projekt "Rock meets Blech" durfte ich bei der ersten Zugabe mit der Street Triple in den Konzertsaal fahren. Das wollte ich immer schon mal.

War ein tolles Gefühl!

Die vielleicht "letzte Tour" in diesem Jahr?

Am 02. und 03.10.11 war noch super Wetter. Und ein verlängertes Wochenende. Am 02. musste ich mich nach unserem Konzert etwas ausruhen, da war nur Bergkirchen und Umgebung dran, aber am Feiertag besuchten wir dann einmal das berühmte "Albrock-Café" bei Paderborn.