Ein tolles Wochenende mit neuer Vision

Fahren auf losem Untergrund... Die Vorstellung allein hätte mich vor  drei Jahren in Panik versetzt, vor zwei Jahren Schweißausbrüche augelöst und vor einem Jahr ein grummeliges Gefühl hinterlassen. Und heute? Jetzt, nach dem Wochenende mit Gravel Travel in Brockhöfe in der Lüneburger Heide? Jetzt denke ich anders drüber. Nicht nur ich, auch meine schnellere Hälfte. Mutig sind wir zwei ja sowieso... und ein bisschen verrückt. Also, warum dann nicht mal Fahren auf losem Untergrund in Südafrika? Wir werden mal die nächsten Monate nutzen, um uns mit diesem Gedanken entweder anzufreunden oder ihn wieder zu verwerfen. Doch schaut mal, was dort so los war, auf dem Reiterhof Niemann-Laue in Brockhöfe.

Alles kam so: Gravel Travel hatte an diesem Wochenende sein 20stes Bestehen und wir erhielten eine Einladung zur Feier, denn ich hatte schon einmal Interesse bekundet, eine Tour mit Karsten fahren zu wollen. Das ist aber bestimmt schon zwei Jahre her. Wir haben uns danach kaum damit befasst. Mit der Einladung war alles wieder da und ich meldete uns kurzerhand an, verriet Karsten nichts davon und man buchte ein DZ für zwei Nächte für uns. Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, was da nun alles an Informationen auf uns zukommen würde. Bis wir vor der riesigen Fotowand in der Reithalle standen und die Bilder auf uns niederprasselten, hatte Karsten nichts geahnt. Dann ein verblüfftes Gesicht: Überraschung geglückt!

Nachdem wir am Freitag Abend sehr nett aufgenommen wurden und schon viele viele Fragen stellen konnten, die auch alle ernsthaft und allem Anschein nach ehrlich beantwortet wurden, erlebten wir schon einmal viele Touren in Bildern, per Beamer über einen großen Monitor in den Feierraum geworfen, in dem auch Brian Finch seine exzellente Musik zum Besten gab. Wir fühlten uns schon recht gut informiert und freuten uns auf den Samstag.

Nachdem wir gegen 17:00 Uhr wieder im Gasthof waren, hatten wir Zeit, uns noch eingehender mit dem Thema zu beschäftigen und natürlich auch zu duschen. Um 19:00 Uhr kam das Taxi und holte uns sechs Leute zur richtigen offiziellen Feier ab. Es wurden 200 Leute erwartet. Alle schon ein- oder mehrmals mit auf einer Tour gewesen. Derjenige, der am öftesten mitgefahren war, hatte dieses schöne Land schon ZWÖLF Mal befahren!

Tja, Fahren auf losem Untergrund. Eigentlich nichts für mich. Aber "eigentlich" ist ein Unwort. Das sollte ich gar nicht benutzen. Vielleicht ist Fahren auf losem Untergrund was ganz Tolles, das ich, wenn ich´s könnte, gern immer wieder machen würde? Ich weiß das erst, wenn ich´s probiert habe. Und wer mich kennt, der weiß, dass ich´s probieren werde. Bald...

Gastbilder des Monats in "Die Kurve"

In diesem Monat (September 2012) zeige ich unsere Reise durch England in Bildern in dem Biker-Gasthof "Die Kurve" in Extertal (Kükensbruch - früher Günthers Kurve) mit dem Titel "Very British". Falls ihr mal dort seid, werft doch mal einen Blick drauf.

Ich hab´ einen neuen "Kopf"

Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Helm. Den hatte ich mir schon gaaanz lange ausgeguckt und auf eine Probefahrt gewartet. Am letzten Samstag war es soweit und ich für den ARAI Chaser V. Leider erwies er sich a)als viel zu laut und b)übte er ab 150 km/h einen Druck auf meine Nase aus, den ich nicht gutheißen konnte. Den Nachfolger meines Helmes, den Shoei XR1100 musste ich nur aufsetzen, um zu entscheiden (und alle Anwesenden mit mir), dass er an der Nase so schon keinen Platz ließ. Was tun? Dirk von Hein Gericke Osnabrück fragte mich, ob ich schon mal den agv gefahren sei? Nee, damit hatte ich mich noch nie beschäftigt. Ich fuhr den Horizon und war begeistert. So viel Platz und trotzdem kein Verrutschen. Schön weit geht er runter und schützt meinen Giraffenhals. Großes Sichtfeld. Dann noch 15% Rabatt (momentane Aktion). Ich griff zu und so seht Ihr mich demnächst durch die Gegend gondeln:

Frau kommt vom Friseur...
Frau kommt vom Friseur...

Löwenherztour 2012 - Bikerboard OWL -

Am Sonntag, den 29. Juli 2012 ging es bei dem nun schon normal gewordenen Sommerwetter (Wolken, grauer Himmel, Regenbereitschaft, um 20 Grad) vom Autohof los Richtung Exter, um dort andere Fahrer zu treffen, mit denen wir und unsere Mel (der Löwernherztour-Guide) dann über Schleich- und Kurvenwege zuerst zum Köterberg, dann zur Villa Löwenherz und zurück über den Skywalk in Beverungen gen Heimat fahren wollen. In Exter waren wir 21 Biker (Einundzwanzig, jawohl).

Beim Köterberg verabschiedete sich aber bereits der ein oder andere. Karsten und Robert gingen kurzzeitig verlustig, so dass wir am Ende aber stabile 16 Fahrer/innen blieben, die die Tour fröhlich und nach 320 gefahrenen Kilometern beendeten. Als Schlussveranstaltung wurde bei Mel noch gegrillt, aber da waren wir dann schon leider nicht mehr dabei. Hier ein paar Impressionen der Tour, bei der das Wetter übrigens immer besser wurde. Der kälteste Punkt war der Köterberg mit gefühlten 15 Grad, aber sonst war´s super zum Fahren. Hat wieder richtig Spaß gemacht!

Maifahrt in den Thüringer Wald

Am Samstag, 28.04. starteten wir morgens gegen 10:30 Uhr Richtung Thüringer Wald. Karsten hatte eine schöne Tour ausgearbeitet, 350 km lang lt. Navi, und wir fuhren mit etwas Gepäck los. Unser Ziel hieß Oberhof. Gen Mittag kamen wir in Hemeln an der Weserfähre an und genehmigten uns ein zweites Frühstück. Es herrschte "Fön". Um 13:00 Uhr wurde es so heiß, dass ich mich in dieser winzigen Toilette vor Ort von meiner Innenhose befreite. Die Innenjacke war sowieso schon Geschichte. Ein Thermometer zeigte 32 Grad. Das Wasser lief den Rücken hinunter und die Waden drohten in den dicken Stiefeln mit Skisocken zu platzen. Dennoch blieb die Laune gut. Ist halt so.

Wir kürzten ein bisschen ab, denn es wurde noch wärmer. Darauf waren wir nicht vorbereitet und obwohl wenig Verkehr herrschte, wollten wir doch endlich ankommen. 330 km waren es dann aber doch und um 17:20 Uhr stellten wir die Motorräder vor unserem Hotel auf den Parkplatz. Duschen, Abkühlen, Einlaufbier trinken, Abendessen fassen und dann ein Rundgang durch das kleine Städtchen.

Am nächsten Morgen immer noch Fön, immer noch warm, aber wolkig, so dass die Sonne nicht so brannte. Wir entschieden uns für den Rennsteig-Rundwanderweg von 9 km zum Biathlon-Stadion und zur Skischanze.

Dann entschieden wir uns, nach einem kleinen Snack, für die nächste Motorradfahrt nach Suhl mit Museumsbesuch. Das Fahrzeug- und das Waffenmuseum haben wir besichtigt. Wir fanden es richtig gut, vor allem, dass wir unsere Sachen komplett einschließen und ohne Helm und Jacken alles ansehen konnten.

Danach fuhren wir noch 40 km, mehr war an dem Tag nicht drin. Die Mägen knurrten und wollten Abendessen.

Am Montag, dem Tag vor dem 1. Mai, gingen wir erst eine Runde shoppen. Für mich hatte sich das insofern gelohnt, da ich in einem Sportgeschäft (Luck) super tolle wie super teure Strümpfe, made in Switzerland (wer hat´s erfunden?) erstand, die dann aber die Wadenschmerzen und das Hitzegefühl in kürzester Zeit behoben. Die dann folgende Tour von 190 km fuhr ich sehr relaxed und es machte richtig Spaß.

Abends gings dann noch drei Runden in die Hotelsauna.

Am nächsten Morgen wurden dann schnell die Sachen verstaut und um 9:30 Uhr waren wir schon wieder auf der Straße, um gen Heimat zu fahren. Es war eine tolle Tour, die Karsten wieder eingetippt hatte und im Tapas-Restaurant Don Pepe in Haarbrück bei Beverungen ließen wir uns eine ordentliche Runde Knoblauch-Tapas schmecken. Zurück ging es auch wieder über Hemeln, dieses Mal auch per Fähre ohne Stopp im Restaurant, denn das war vollständig überlaufen. Um 16:30 Uhr waren wir nach 330 km wieder zu Hause. Super war´s - vor allem: kein Tropfen Regen. Ein schöner Start in die Motorrad-Wandersaison 2012.