Wir schreiben den 13. April 2014 und so wirklich viel gefahren sind wir in diesem Jahr noch nicht. Obwohl - 2500 km in Namibia, die haben wengistens wir, allerdings nicht unsere Motorräder, schon gemacht. Wenn wir uns die Fotos ansehen, kommt es uns vor als läge das schon ganz weit zurück.

 

Das nächste Projekt ist selbstverständlich schon geplant und das startet dieses Jahr auf Madeira, und zwar Ende Mai. Vielleicht habt Ihr Euch die letzte MOTORRAD-Zeitschrift gekauft, da ist ein Reisebericht drin und genau von dem Eckehard Kuz, von dem dort geschrieben wird, leihen wir uns auch die Bikes und in dem Hotel, das dort erwähnt wird, wohnen auch wir. Ein Motorradtreff, wie es scheint. Ob wir auch so überwältigt von den Straßen und Kurven sein werden, sehen wir dann vor Ort. Momentan sind wir noch ganz gelassen. Nach Namibia kann uns nicht mehr ganz so viel schocken, obwohl.... arg abschüssig oder steil hinan ging es dort eigentlich nur ein paar Mal, richtig schlimm war es überhaupt nur einmal. Und da hätte ich fast meinen Dienst verweigert... den Fahrdienst, meine ich. Ob das auf Madeira auch so sein wird, lest Ihr dann in meinem nächsten oder übernächsten Reisebericht. Denn: Vorher haben wir noch Ostern ..... und den 1. Mai.

 

Ich wünsche Euch allen eine tolle Saison. Egal, was Ihr fahrt, egal, wo Ihr seid und was Ihr bevorzugt: den Norden, den Süden, die Wüsten oder das Flachland, die Berge oder die endlosen Weiten. Unsere Erde ist so unbeschreiblich abwechselungsreich, da ist für jeden etwas dabei.

 

Ich bin gespannt, ob ich mit der Street Triple weiter so viel Spaß haben werde wie in den letzten Jahren. Ich hoffe es jedenfalls. Ansonsten gibt es ja wieder viel Neues auf dem Markt. Da werde ich auf jeden Fall mal genauer hinschauen. Meine Triple behalte ich trotzdem, bis ihre runden Augen nicht mehr leuchten. Ich denke, bis kurz vor meinem Ruhestand halten wir Zwei noch durch!

 

Es grüßt Euch mit der Linken

Eure BEE

Ostern in der Rhön / Spessart / Vogelsbergkreis

"Dann wissen wir für Norwegen im nächsten Jahr schon mal kalt Bescheid!"

Mit diesem Satz wollte ich den Bericht über unser Motorrad-Osterwochenende eigentlich beschließen, aber da der kälteste Tag gleich der erste, also Karfreitag, war, fange ich mal damit an.

 

Morgens: Karsten sitzt seelenruhig am Frühstückstisch, löst Sudoku-Rätsel und bewegt sich nicht. Um 9:30 Uhr sage ich "Wir müssen nun mal langsam eine Entscheidung treffen: Auto oder Motorrad". "Mit Auto sind wir in 2 1/2 Stunden da" meint Karsten. "Mit Motorrad in fünf" sage ich.

Draußen sieht es ganz gut aus: sonnig. Das Thermometer zeigt allerdings 8,9 Grad. Da es aber in den nächsten Tagen wärmer werden soll, juckt mir schon die rechte Hand. "Komm, wir nehmen die Moppeds" sage ich und mein Mann, froh darüber, dass ich ihm die Entscheidung abgenommen habe, erhebt sich und beginnt, Taschen und Koffer hervor zu kramen.

Wir stehen fertig im Flur, müssen nur noch die Helme aufstülpen, da kommt ein Hagelschauer herunter, der nicht nur sich, sondern auch unsere Bikes gewaschen hat. Aber er hört noch auf, bevor Karsten seine Jacke wieder ausgezogen hat.

Dann sind wir draußen, mein kleines Motörchen läuft und Karstens Starter macht erheblich merkwürdige Geräusche. Wie ein Asthma-Kranker, der aus dem letzten Loch pfeift. Mitleidig schaue ich ihn an. "Oh, Mann, zum Anschieben bin ich echt zu alt", sagt Karsten und ich schaue noch mitleidiger. Dann nehmen wir das Auto meiner Tochter und ein Starthilfekabel. Wirkt sofort. Endlich, um 11:30 Uhr kommen wir also aus Bünde los. Wo wir hinwollen? Nach Bad Brückenau zur "Pension Sonnenkanzel", das liegt mitten in der Rhön.

 

Vorher hatten wir übrigens zwei Jungs aus unserer Namibia-Gruppe über unser Vorhaben Bescheid gegeben. Die wohnen nicht allzu weit weg. Aber nur einer der Beiden hatte Zeit und auch der war sich bislang seitens der Temperaturen nicht so ganz sicher gewesen. Dass er meiner Tochter am Freitag telefonisch mitteilte, er käme am Samstag Morgen ist nicht mehr zu uns druchgedrungen.

 

 

Um ca. 17:30 Uhr kommen wir in unserer Pension an und Frau Baier begrüßt uns mit "Da sind sie ja, die Meiers!" Unser Zimmer ist in Ordnung, die heiße Dusche spitze und das Abendbrot ist fischlastig, denn wir haben ja Karfreitag. Nun bin ich nicht mehr durchgefroren und schaffe es sogar noch, ein wenig zu lesen, bevor mir die Augen zufallen.

Am nächsten Morgen, ich habe bis 8:51 Uhr geschlafen (verdammt!) hechte ich hoch, ziehe mich an und höre ein Motorrad-Geräusch unter unserem Fenster. Das gibt´s doch nicht! Der Jörg mit seiner K1300 R ist schon da. Seine ersten Worte "Ist das scheißenkalt!". Wir treffen uns im Frühstücksraum und da bleibt er dann gleich bei uns am Tisch zum Frühstück sitzen.

 

Er will uns heute die Rhön zeigen, zur Wasserkuppe, zum Point Alpha und und und. Wir fahren los, Jörg vorn, ich in der Mitte, Karsten als Schlusslicht. Na, da muss ich mich ranhalten, um hinter einer 1300er K hinterher zu düsen. Aber Jörg ist ja kein Unmensch und fährt nicht ganz auf seiner letzten Rille, so dass wir Triumphler noch einigermaßen mithalten können. Wir kommen durch Orte wie Sinntal, Bad Orb, Motten etc. Die kleinen Örtchen werden meistens mit einer sehr schmalen Straße durchschlängelt und es geht auf und ab und Kurve an Kurve an Kurve.

Trotz Sonnenschein weht ein ordentliches Lüftchen und als wir mittags auf der Wasserkuppe im "Deutschen Flieger" sitzen habe ich eine Schlechtwetter-Ahnung. Die bewahrheitet sich aber nicht.

Wir fahren noch weiter zum Point Alpha und kommen über eine tolle Strecke nach Tann, immer noch Rhön, wo wir in einem Museumscafé ein Crepe (ich) und zwei Stück Kuchen (Jörg und Karsten) bestellen. Wir sitzen draußen, es ist zwar sonnig, aber doch noch kühl. Die Sonne schafft es aber immer mehr, uns aufzutauen. 14 Grad zeigt der Bordcomputer von Jörg. Nun noch ein kürzerer Abschnitt und um 17:00 Uhr sind wir pünktlich in unserer Pension, wo wir einen Krug dunkles Landbier in uns verteilen. 230 km sind wir heute ungefähr gefahren. Nicht schlecht.

Am nächsten Tag (Jörg hat auch bei Frau Baier übernachtet), möchte er uns den Spessart zeigen. Das sei mehr seine Gegend und sie sei auch schöner. So! Mal sehen. Wir fahren ziemlich zügig durch viel Wald und urige kleine Dörfer mit schon weiß-blau-karierten Decken, Fähnchen, Deko usw. BAYERN! Dann machen wir eine kleine Pause nachdem wir eine Horde Harley-Fahrer überholt haben. Jörg ist heute (am Sonntag) warm und er muss erst etwas ausziehen. Als wir fertig sind und weiter fahren wollen, kommen die Harley-Leute wieder und von weitem winken sie schon und signalisieren, dass wir vorfahren sollen. Das machen wir ganz schnell und finden die richtig nett. Sportfahrer hätten bei unserem Anblick erst nochmal richtig am Gas gezogen und wären in geduckter Haltung an uns in der Kurve vorbeigeschossen. Ist jedenfalls meistens so. Gilt aber sicherlich nicht für alle. Nach drei Stunden und 200 km sind wir in einem Klostergasthof - eine Empfehlung vom Jörg. Die Jungs bestellen sich überbackene Schnitzel. Es ist richtig war los hier, aber eine echt tolle Begebenheit. Man kann hier auch selbst feiern und eine Scheune mieten. Super-Fleckchen.

Hier verabschiedet Jörg sich von uns und fährt heim zu sich nach Hause. Nun muss Karsten wieder den Vorreiter machen. Da sie beide aber noch die Köpfe zusammen gesteckt haben und eine tolle Route heraus gesucht haben, werden es noch sehr schöne 100 km zurück nach Bad Brückenau. Dort erwartet uns nach Dusche und Abendessen eine Ayurveda-Massage von Frau Baier. Total super!

 

Am Montag treten wir um 10:22 Uhr den Heimweg an. Karsten hat die Route geplant und es ist eine andere als auf der Hinreise. Er möchte den Vogelsbergkreis noch erkunden. Das wird auch richtig gut. Am Edersee in einem netten Café mit Sonnenterrasse gibt es noch einmal eine große Tasse Kaffee mit Kuchen (Apfel-Streusel) und im Alprock (bei Paderborn) noch ein alkoholfreies Weizen, um den Tag zu beschließen. 1170 km in vier Tagen sind eine gute Leistung, vor allem, wenn zwei Tage davon recht kalte Temperaturen aufzeigten. Für uns jedenfalls. Klar, es gibt auch Leute wie Jörg - die fahren das in einem Tag....

 

Ach, ja: und zu Haus gibt es dann Gewitter!

Einen Tag unterwegs mit Bolte, GMhütte und ´ner Supermoto

In der Nacht vom 2. auf den 3. Mai - Punkt ZWÖLF - musste sich Karsten meinen "Happy Birthday"-Song am Bett anhören und war ziemlich geschockt, weil er sich gerade im Tiefschlaf befand. Dann hat er´s aber doch ganz gut verwunden und freute sich auf das frühe Aufstehen am nächsten Morgen, an dem es übrigens - wie kann es hier anders sein - bitterkalt war. Wir schmissen uns nach dem Geburtstagsfrühstück mit Zusatzgeschenk von den Kindern in alles, was man so anziehen kann auf dem Mopped und dann ging´s über die Autobahn nach Georgsmarienhütte zu Motorrad Bolte.

 

Dort kamen wir an und staunten erstmal: So viele Motorräder an diesem kalten Morgen hatten wir nicht erwartet! Immer eines mit Scheibe stand am Rand und eine große Nummer drauf, darunter der Name des Guides. Wir meldeten uns an und suchten dann die Gruppe 2. Die gab es dann aber nicht, denn der Guide war nicht erschienen. Also kamen wir zur Gruppe 3 zu Christoph und das war gut - einen Vergleich hatten wir eh nicht.

Dann ging es los und wir fuhren über kleine Sträßchen - na, wohin wohl? Quasi bei uns vor der Haustür her und in Schwenningdorf (Rödinghausen) legten wir eine Pause ein, um uns mal zu beschnuppern und einen heißen Kaffee zu trinken. Karsten hatte da auch schon die ersten Kilometer mit der Supermoto hinter sich und hatte schon richtig Spaß. Ich versuchte, mal auf das Ding draufzu"klettern", schaffte es aber dann nicht, sie vom Ständer zu nehmen. Die 16 cm, die Karsten und mich trennen, scheinen allein in seinen Beinen untergebracht zu sein.

Weiter gings dann Richtung Weserbergland, Richtung Höxter und weil es so kalt war, naja, da mussten selbst die Männer auch mal öfter an die Bäume und als wir eine andere Gruppe trafen, die auch gerade Pause machte, gesellten wir uns dazu.

Nun ging es weiter zum Mittagessen nach Rinteln zum Bismarkturm-Restaurant - Spanferkel! Wir sahen dann erstmal, wieviel Motorradfahrer/innen überhaupt unterwegs waren: ca. 120 Menschen in Black und Neongrün unter großen Sonnenschirmen im bayrisch anmutenden Biergarten bei Spanferkel, warmem Kartoffelsalat und Weizenbier (alkoholfrei). Wunderbar. Und endlich, endlich wurde es ein wenig wärmer. Wir Mädels wollten gleich in die Sonne und sie genießen.  

Nach dem Mittagessen wurde es wirklich wärmer auf dem Bike. Wir fuhren einen tollen Weg an der Weser lang und genossen die Kurven und dass das Bibbern aufgehört hatte. Christoph legte einen Zahn zu und wir erreichten Polle, um auf die andere Seite zu "floßen".

Von Polle ging es zurück durch´s Kalletal und über Burg Sternberg auf den Weg durch die absolut spitzenmäßigen Kurven, die WIR HIER BEI UNS HABEN, dachte ich kurzzeitig: Jetzt kehren wir gleich noch in Günther´s Kurve ein. Aber weit gefehlt: Es war ein viel einsameres Café, das wir aufsuchten und in dem wir einen leckeren Milchkaffee mit Rhabarberkuchen in uns aufnahmen.

Falls jetzt jemand denkt, dass wir nun endlich als nächstes in GMhütte einlaufen würden, weit gefehlt: noch 1 1/2 Stunden! Okay, das halten die Raucher natürlich nicht unbedingt unaggressiv aus und daher pausieren wir noch einmal auf dem Parkplatz der Fleischerei Wüllner.

Jetzt aber los und ins Ziel gebraten. Wir wollten doch auf´s Sofa und uns in die Decke kuscheln und die innere Kälte mit Whisky vertreiben. Hat auch geklappt. Bei Bolte angekommen, gab´s noch Würstchen und Karsten hatte dann doch genug nach 320 km auf dem Spaßgerät. Sein Allerwertester tat nun doch ein wenig zwicken. Trotzdem war es ein absolut gelungener Tag und wir fahren gern wieder mit - im nächsten Jahr!

Nachwort:

Anfangs, als ich die vielen Biker sah, dachte ich: Oh, Gott, was soll das werden? Dann die Motorrad-Gruppen: Harleys, Cruiser, Fast-Autos (Bitte um Entschuldigung, aber die waren so breit), Supersportler, Enduros, Supermotos und die ganz klassischen Motorräder - und die Oldtimer nicht zu vergessen. Im Laufe des Tages haben wir nur eine Gruppe kurz ein Mal bei einer Pause getroffen, ansonsten waren wir immer unter uns. Das war eine total schöne Erfahrung und das Mittagessen im Rahmen soooo vieler unterschiedlicher Motorräder ließ folgendes Feeling zurück:

Ein Besuch im Harz in Bad Suderode und Quedlinburg

Am 08.08.14, es war ein Freitag, machen Karsten und ich uns auf den Weg in den Harz. Wir starten um kurz vor 12:00 Uhr, da ich morgens noch gearbeitet habe, das Wetter ist ganz gut und wir freuen uns auf Quedlinburg, das wir bislang nur stichprobenartig und besonders zur Adventszeit besucht haben.

Dieser Bericht kommt übrigens so spät, da er bei mir mit sehr schmerzlichen Erinnerungen verbunden ist und zeigt, dass sich das Leben ganz plötzlich ändern kann und in eine Richtung läuft, die man sich gar nicht ausgesucht hat... Nun denn.

 

Ihr werdet nicht viel Motorradbilder sehen, trotzdem muss ich der Vollständigkeit halber und für mich selbst diese Tour hier aufführen, denn außer den nach 54 km sehr plötzlich auftretenden Schmerzen in meinen Unterschenkeln war alles an diesem Wochenende bestens: das kleine Hotel war sehr sauber, toll eingerichtet und hatte sympathische Betreiber (Holländer), das Wetter wurde immer besser, nur auf der Rückfahrt regnete es erst und Quedlinburg als Städtchen hat mich wieder mal total verzaubert.

Nachdem ich bei der ersten Pause (Pinkelpause) mit Erstaunen die Schmerzen feststellte, war es dann bei der zweiten Pause nach 120 km schon so schlimm, dass ich wieder nach Hause umkehren wollte. Ich konnte kaum noch sitzen, geschweige denn, mich auf´s Fahren konzentrieren. Ich wollte nur noch absteigen und mich irgendwo hinlegen. Wir machten eine Essenspause und ich musste leider bemerken, dass die Schmerzen beim normalen Sitzen auf einem Stuhl noch schlimmer wurden.

Als wir nach 256 km endlich in Bad Suderode in unserem kleinen Hotel "Le Petit Palais" ankamen, war ich fix und fertig. Erstmal unter die Dusche und dann noch einen Spaziergang machen. Ich kann mich an nichts anderes als an schmerzende, brennende Beine erinnern, an ruheloses Sitzen, immer wieder Aufstehen und Verlagern des Körpers.  Na, ich glaube, Ihr könnt es Euch vorstellen.

 

Am nächsten Tag nehmen wir den kostenlosen Busshuttle und fahren nach Quedlinburg, um uns dort aufzuhalten. Es ist total schönes Wetter und wir kommen richtig ins Schwitzen beim Laufen durch die Stadt. Meinen Beinen geht es bei der Bewegung erst einmal nicht schlechter. Aufatmend nehme ich das zur Kenntnis.

Nach unserem Besuch in der Stadt und dem Nachhauseweg zu Fuß, versuchen wir es noch eine Runde mit den Motorrädern Es scheitert aber wieder an meinem Befinden. Ich bin schon ziemlich verzweifelt, weil ich am nächsten Tag die 256 km wieder nach Hause muss.

 

Die schaffe ich dann auch, aber danach bin ich nicht mehr auf dem Motorradsattel, sondern in sämtlichen Arztpraxen zu Gast, die man sich bei so einer Schmerzerklärung vorstellen kann: Orthopäde, Phlebologe, Neurologe, Rheumatologe, Internist, MTR, Heilpraktiker (gleich zwei), Osteopath, Physiotherapeut etc. Bis heute weiß ich nicht genau, was da mit mir passiert ist. Ich warte nun auf einen Termin in einer Uniklinik. Das kann aber dauern.

Ich versuche es noch ein letztes Mal mit einer Tour in den Thüringer Wald

Wir hatten bereits gebucht und einer Gruppe zugesagt, da wollten wir nicht wieder absagen und darum ging es am 02.10.14 los in den Thüringer Wald. Zu einem Hotel in Ilmenau und dann von dort aus zu vielerlei Touren in die gesamte Umgebung. Günter Bergmann war unser Guide und seine Frau Karin war auch mit vorn dabei. Es war bestes Wetter und wir legten insgesamt um die 1000 km zurück. Vielleicht waren es auch mehr, zumindest kam mir das so vor, denn ich hatte leider immer noch Schmerzbeschwerden in den Beinen. An einem Tag bin ich beim Karsten als Sozia mitgefahren. Das hat aber leider nicht wirklich geholfen.


Am nächsten Tag, den 04.10.14 fahren Karsten und ich früh los zu Louis. Wir sind dort die Ersten im Laden und ich hole mir Lenkererhöhungen, weil ich wenigstens versuchen möchte, etwas an meiner Sitzposition zu verändern. Es hilft auch ein wenig, aber die Bowdenzüge und Kabel sind doch etwas kurz, so dass es auf Dauer keine ideale Lösung ist. Nach vielen SMS und der Suche nach einem Treffpunkt kommen wir dann doch mit der restlichen Gruppe wieder zusammen. Die haben allesamt Hunger und noch nichts gefunden, wo sie essen können. Wir finden aber etwas und ich versuche "Fettbemme". Na, wenn die hier im Osten auch so merkwürdige Namen für ihre Speisen verwenden, dürfen sie sich nicht wundern, wenn das kaum einer probiert, denke ich. Aber mir schmeckt es hervorragend.

Am 05.10.14 machen wir uns auf den sehr kurvigen Heimweg. Günter lässt ungern schöne Strecken aus und da dürfen es auch ein paar Kilometer mehr sein. Wir machen noch eine ausgiebige Mittagspause und kommen dann abends heile zuhause wieder an. Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe. Aber zu mehr hat es bei mir gefühlsmäßig leider nicht gereicht. Schade. Ich bin enttäuscht, dabei war die Gruppe sehr nett und lustig  und es tat mir doch etwas leid, dass ich so viel mit mir selbst beschäftigt gewesen bin. Was mir sehr gut gefiel, war, dass am Ende der Karsten hochzufrieden war und ich merkte, wie toll ihm vor allem das zügige Fahren gefallen hat. Da war ich dann auch besänftigt und zufrieden.

Hier merkt Günter, dass uns zwei Leute fehlen. Wir sind bestimmt schon dreißig Kilometer gefahren. Es sind Monika und Jörg, die uns dann anhand unserer "Spuren" gefunden haben.
Hier merkt Günter, dass uns zwei Leute fehlen. Wir sind bestimmt schon dreißig Kilometer gefahren. Es sind Monika und Jörg, die uns dann anhand unserer "Spuren" gefunden haben.

Die Saison 2014 ist zu Ende - Was kommt ?

Für mich das schönste Motorrad der Welt!
Für mich das schönste Motorrad der Welt!

Ihr lest richtig und viele werden es nicht verstehen: die Street Triple ist für mich etwas ganz Besonderes gewesen. Gewesen steht da, denn ich habe sie verkauft. Mein Sohn hatte großes Interesse an diesem Motorrad und ich bin mittlerweile doch recht verzagt, was das Sitzen in einem Sattel angeht, da ich  momentan kaum länger als zwei Stunden auf einem Stuhl sitzen kann. Es tut mir richtig weh, sie gehen zu lassen, aber sie bleibt in der Familie und ich weiß, ich dürfte sie wieder fahren, wenn es denn nur irgendwie ginge. Ich habe noch nie so viel Spaß auf der Straße mit einem Zweirad gehabt wie mit diesem Bike! 29.800 km lang. Wunderbar. Und kein Unfall. Dafür bin ich sehr dankbar.

 

Was also mit der nächsten Saison wird, liebe Freunde und Leser, das kann ich heute noch nicht sagen. Mein einziger Wunsch ist es, gesund zu werden. Es gibt sicherlich viele Hobbies, die auch schön und spannend sind, aber ich möchte einfach nur Motorrad fahren können. Und dann darüber schreiben, so wie in den letzten Jahren.

 

Vielleicht drückt Ihr mir die Daumen oder denkt kurz an mich? 

 

Euch allen danke ich für Eure Aufmerksamkeit und die investierte Zeit beim Lesen meiner Berichte oder beim Besuch auf meiner Seite. Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und verabschiede mich mit diesen letzten zwei etwas "kläglichen" Berichten aus der Saison 2014.


Allen, die es auch erwischt hat, die krank sind oder gerade keine Glückssträhne haben, wünsche ich, dass sich das Blatt bald zum Guten wendet und allen anderen wünsche ich, dass sie weiterhin fröhlich durch´s Leben geh´n können oder eben fahren - denn Fahren, Leute, und vor allem: Motorrad fahren - ist doch das Größte, oder?

 

Bis zum nächsten Jahr - grüßt Euch

die Birgit aus Bünde