Das Wandern ist der Meiers Lust....

Wie kamen wir zum Wandern? Das war 2012, als wir das erste Mal in die Dolomiten fuhren. Ich als Pässeneuling hatte zwiespältige Gefühle in Bezug auf zwei Wochen nur mit Motorrädern die Berge rauf und runter zu schrauben. Da hatte ich dann meinen Mann um ein paar "entschleunigte" Tage gebeten, da ich die Gegend auch gern mal in Ruhe wahrnehmen wollte. Außerdem hatte ich eine miese Kondition. Mein Training im Fitnessstudio half mir zwar, wieder Muskeln aufzubauen, aber Ausdauer hatte ich davon noch lange nicht. Nach langem Treppensteigen war ich kaputt und bei Spaziergängen ging mir bergauf auch schnell die Puste aus. Dies halt es, zu verbessern! Wer meine Berichte kennt, weiß, dass ich gegenüber mir selbst recht unnachgiebig bin und wenn ich ein Ziel habe, behalte ich es im Auge.

 

Wir traten in den Deutschen Alpenverein, Sektion Bünde, ein und was machen die da? Schöne Film- und Bilderabende mit Klönschnack und Schmankerln, aber auch Sonntagswanderungen, Freizeiten, Wochenendangebote und Kletterkurse. Letzteres habe ich noch nicht gemacht, kommt aber noch.

 

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier unsere Wanderwoche auf Madeira in Wort und Bild und sogar manchmal auch mit kleinen Videosequenzen.

 

MADEIRA  ist eine Insel, die sich zum Wandern ideal eignet. Man hat unglaublich viele unterschiedliche Landschaftsbilder auf dieser doch recht kleinen Insel und kann sowohl Levadawanderungen als auch Wanderungen auf den Hochebenen und den höchsten Bergen dort machen. Die Wanderwege sind recht gut beschildert und als Wanderführer empfehlen wir den ROTHER  Wanderführer mit 60 Touren von leicht über mittelschwer bis schwer.

 

Montag, 02.06.14

Zuerst einmal bekommen wir um 9:30 Uhr unseren blauen SPARKY ins Hotel gebracht. Vollkasko-versichert mit 25 Euro/Tag, EZ 2013 war es ein tolles Gefühl, ohne auf Buszeiten und -Verbindungen angewiesen zu sein, losfahren zu können, um zu den "Einstiegen" zu gelangen.

 

Als erste Tour wählten wir "DAS TAL VON TABUA", Nr. 8 im Wanderführer, mittelschwer, also ROT. Sie beginnt in einem kleinen Ort namens Corujeira und endet am Pico do Anjo. Da es keine Rundtour ist, müssen wir auf demselben Weg wieder zum Ausgangspunkt zurück wandern. Reine Gehzeit: 3.20 St, keine Höhenmeter. Besonderheiten: ein 75 m langer Tunnel, für die man eine Taschenlampe mitnehmen sollte.

 

Allein die Fahrt nach Corujeira war ein Erlebnis. Mein Karsten in dem Spark sah schon allein klasse aus. Dann versuchte er, aus den 60 PS mindestens das Doppelte herauszuholen und saß mit Entermesser zwischen den Zähnen hinter´m Lenkrad. Jedes Mal, wenn uns ein Auto überholte, jammerte er, schaltete zurück, ließ den Motor heulen und setzte neu an. Da wir aber im Urlaub waren und nicht auf der Flucht, nahm ich das gelassen und versuchte, auch ihm ein wenig mehr Gelassenheit zu vermitteln, was mir nicht ganz gelang, denn am Ende der Woche hatte mein Mann aus SPARKY einen Rennwagen gemacht...

 

Nun zur Wanderung: Wir beginnen auf der schmalen Nevada Nova, die aber noch nicht allzu viel hermacht. Die Aussicht ins Tal ist aber schon sehr schön. An diesem Tag ist es recht heiß und ich trage ein Top und habe mich nur mit Faktor 30 eingecremt. Das war mein Fehler. Nun wird der Pfad enger und wir wandern mit Blick auf die Ribeira Tabua an ein paar ausgesetzten Stellen entlang. Meistens gehen wir hintereinander, da der Weg so schmal ist. Wir sehen auf der gegenüberliegenden Seite des Tales schon, wo dort die Levada langgeht.

Wir queren eine Straße und gar nicht lange danach kommt der Tunnel. Natürlich haben wir KEINE Lampen dabei. Die liegen im Hotelzimmer. Aber es geht auch so. Ein bisschen aufpassen sollte man schon - auf seinen Kopf. Danach gehen wir sehr eng gepresst an einer Felswand lang. Links geht es steil bergab und ich merke, dass ich nicht ganz so schwindelfrei bin wie ich gedacht hatte. Also passe ich besonders gut auf, wohin ich gucke und trete. Es folgen weiter stark ausgesetzte Stellen, die auch nicht gesichert sind. Wir helfen uns gegenseitig und unterhalten uns nicht mehr so lebhaft. Es macht aber trotzdem Spaß.


Im Talgrund queren wir die heraufkommende Straße und müssen kurz danach durch eine Furt. Die gilt es zu durchwaten. Nach starken Regenfällen sollte man einen Schwimmring dabei haben. Dann biegt man nach links und kommt an einem Picknickplätzchen vorbei. Ein älteres Pärchen sitzt dort gemütlich und schmaust Butterbrote. Von hier läuft die Levada auf der westlichen Seite wieder meerwärts. Es folgt ein kleiner Eukalyptuswald. Am Ortseingang von Candelaria verschwindet die Levada unter einem Betonweg. Hier ist ein Stückchen abgemähtes Gras und wir setzen uns und vespern unsere Vorräte. Die Sonne ist uns hold und wir sind froh, dass wir unsere Sonnenkappen tragen. Hier ist nun der Umkehrpunkt. Nach einer Pause gehen wir den Weg zurück und treffen auf Bauern, die fast die gesamte Wanderung machen müssen, um an ihre kleinen Felder zu gelangen. Dort häckern und pflanzen sie oder jäten Unkraut. Sie haben Plastiktüten mit dabei, in dem sie ihre Gerätschaften und etwas zu trinken haben. Da ist nichts zu wollen mit Hektik und Eile. Passt zu unserer Wanderung und zu unserem Urlaub.


Wir fahren mit dem Auto durch Ribeira Brava zurück zum Hotel und nach dem Duschen entdecke ich ihn: den, der bis zum jetzigen Zeitpunkt in meinem Nacken zu sehen ist - der SONNENBRAND! Karsten sagt nur:

"Wie kann man bei so einem Wetter ein TOP tragen?" Grrrr....

Dienstag, 03.06.14

Heute wandern wir die Levada do Rei, auch eine mittelschwere Tour. Reine Gehzeit: 2.30 Std, Höhenunterschied: unwesentlich. Da ich meinen Sonnenbrand schützen muss, haben wir heute eine Tour durch einen Lorbeerwald gewählt. Diese Levada nennt sich Königslevada und sie führt zum "schönen Fluss", so heißt der Wildbach Ribeiro Bonito übersetzt.


Wir beginnen in Quebradas, grob in Richtung Sao Jorge. Auf dem Waldparkplatz stehen schon ein paar PKW, doch wir hoffen, wir haben keinen Gegenverkehr. Es ist heute nicht so heiß und daher beginnen wir die Wanderung ganz entspannt.

Die Wanderung beginnt auf einem breiten Forstweg, dann folgen wir der Beschilderung zu einem eingezäunten Wasserreservoir. Wir müssen weiter auf einem Trampelpfad und erreichen Treppenstufen. Hier verläuft bereits die Levada und bringt uns zu einem Wasserhäuschen hinauf. Nun müssen wir stets der Levada folgen. Wir erhaschen Blicke ins Tal des Ribeiro Bonito. Der Eukalyptuswald kommt uns sehr still an. Wir hören weder Vögel noch andere Dinge. Es wird alles verschluckt. Nur das Wasser plätschert ganz leise vor sich hin.

Nach einem Linksknick wechselt der Kanal auf die andere Talseite. Wir erreichen einen 5 m langen Tunnel, der sehr niedrig ist (1,60 m). Danach läuft der Kanal teilweise recht eng an einer Felswand entlang und hat nicht immer gesicherte Passagen.

Dann folgt ein Wasserfall, kein großer, aber immerhin werden wir nass und rutschig ist es auch. 10 Minuten später stehen wir am Ribeiro Bonito. Der Wildbach zwängt sich durch eine Klamm und von ihm erhält die Levada ihr Wasser. Wir klettern ein wenig über die Felsen und suchen uns ein Plätzchen zum Vespern und pausieren. Gar nicht so einfach. Zwei weitere Pärchen versuchen dies ebenfalls. Wir genießen das kühle Nass und die ruhige Atmosphäre und kehren dann wieder um, zurück nach Quebradas.

Auf dem Rückweg passieren wir wieder den Wasserfall.

Wir fahren zur ER 101 zurück. Dort ist eine Snackbar auf der Ecke. Wir trinken den mittlerweile bei uns sehr beliebten, immer heißen Kaffee. Dann überlegen wir, was wir mit dem Rest des Tages anfangen, denn der Himmel bezieht sich.


Wir fahren zuerst einmal Richtung Sao Jorge und dann zum Leuchtturm Ponta de Sao Jorge. Uns wird aufgeschlossen und wir klettern den Leuchtturm einmal hinauf. Danach tragen wir uns ins Gästebuch ein und fahren mit SPARKY Richtung Hotel.

Mittwoch, 04.06.14

Auch Sightseeing muss mal sein! Heute steht einer der botanischen Gärten auf dem Programm. Nach dem Frühstück bringt uns der SPARKY ein wenig aus der Puste nach Funchal, wo wir schon einen Tag zuvor den Eingang zum Jardim Botanico da Madeira gesucht hatten. Die Parkplätze sind heute morgen schon allesamt belegt und Busse kommen und "werfen" die Touristengruppen nur so heraus. Uns stört das nicht. An einem Tag im Urlaub kann man das ertragen und außerdem ist der Botanische Garten 4 Hektar groß, da wird sich die Menschenmenge sicherlich verteilen.

Da wir uns ja auf einer viel Blumeninsel befinden, müssen wir uns natürlich auch einmal die Blumen und Pflanzen genauer anschauen. Wir gehen durch einen Blumen- und Staudengarten, durch einen Nutzgarten, durch einheimische Flora, Palmenhain und Orchideengarten. Auch dabei ist ein Kaktusgarten, der mich fast am meisten fasziniert. Wir halten uns gut 2 1/2 Stunden dort auf und verlassen durch die Vogelvolieren, die wir ein wenig ernüchternd und enttäuschend finden, diese schöne Begebenheit. Diesen Garten können wir auf jeden Fall jedem, der Madeira besucht, empfehlen. Am besten morgens hinfahren, da ist die Luft noch frisch, die Pflanzen sind gerade gegossen worden und haben tolle Farben. Im gesamten Garten arbeiten Menschen und ziehen Unkraut, wässern, schneiden Sträucher oder Hecken und pflanzen neue Setzlinge. Es ist wirklich beeindruckend. Außerdem hat man von hoch über Funchal, wo der Garten beherbergt ist, einen tollen Blick über das Meer und Funchal. Seht selbst:

Nachdem wir den Botanischen Garten verlassen und uns wieder auf die Serpentinen gekämpft haben, möchten wir Richtung Portela, wo wir die Wanderung an der berühmten Levada do Furado durch den Lorbeerwald tätigen wollen. Als wir dort aus dem Auto steigen, nieselt es bereits und wir nehmen vorsichtshalber unsere Regenjacken mit. Das Wetter ist hier doch recht ungewiss und nicht umsonst sagen die Einheimischen: "You can get four seasons on one day".

Leider ist diese Levada gesperrt. Das müssen wir zerknirscht einem Schild entnehmen, das auf das Unwetter vom Februar 2010 hinweist, das hier so arg gewütet hat, dass einige Wanderwege noch nicht wiederhergestellt worden sind.

Wir drehen um und schauen, was wir machen können. Es gibt noch die Möglichkeit einer Dreiviertelstunden-Wanderung zum "Balkon" von Ribeiro Frio. Vorher fotografiert Karsten aber noch die Forellen, die hier gezüchtet werden und mit denen ein Restaurant ordentlich Umsatz macht.

Diese Wanderung geht auf einem breiten Waldweg entlang und ist eher ein Spaziergang. Wir genießen auf der Aussichtskanzel einen schönen Ausblick auf die drei höchsten Gipfel des Zentralmassivs. Zwischen dem Arieiro und den Zacken des Pico das Torres schaut der Pico do Gato (Katzenberg) hervor. Daneben finden wir noch den Pico Ruivo.

Wir schlendern zurück und mein Karsten meint, dass wir heute einmal nicht im Hotel essen, sondern uns eine schöne Forelle gönnen könnten. Leider regnet es nun richtig arg und wir marschieren in das Restaurant hinein. Hier sind doch noch, wider Erwarten, einige Plätze frei. Wir werden bedient. Mehr auch nicht. Eine gute Erinnerung an diesen Besuch und die Forelle, die nicht gar war, haben wir nicht. Darum können wir dieses "berühmte Forellenrestaurant" auch nicht empfehlen. Wer aber unbedingt einmal dort essen will: immer schauen, ob ein Bus vorne parkt. Wenn ja, ist das Restaurant brechenvoll und man bekommt wahrscheinlich rohen Fisch anstatt wie wir, halb gegarten.

Typische Häuschen "Casa de Colmo" von Madeira
Typische Häuschen "Casa de Colmo" von Madeira

Donnerstag, 05.06.14

Heute scheint das Wetter im Osten gut zu werden, so sagt die Hoteliersfrau. Dann werden wir sie heute bewältigen: unsere Küstenwanderung zur Halbinsel Sao Lorenco. Wir haben 400 m Höhenunterschied jeweils hin- und zurück und 3 Stunden Gehzeit.  Ganz an den Rand der Insel kommen wir nicht, da dies leider wegtechnisch nicht möglich ist, aber der Wanderführer verspricht uns spektakuläre Aussichten und tolle Felsformationen. Wir sind gespannt und SPARKY scheinbar auch, denn er fährt auch wie gestochen zum Parkplatz, der keinesfalls leer ist. So viele Leute wie heute und hier haben wir noch auf keiner Wanderung getroffen.

Anfangs geht es in Richtung Cais do Sardinho in ein kleines Tal hinab und einen Bohlenweg entlang. Mit Blick auf ein kreisrundes Felsentor stehen wir auf einer Aussichtsplattform und staunen über den Gipfel des Morro do Furrado, an dessen Fuß die von einem kleinen Palmenhain umringte Casa do Sardinha erkennbar ist.

Nach einer Weile kreuzen wir einen Pfad und kommen über die Steinstufen. Nun könnten wir rechts zum steinigen Strand der Bucht absteigen, machen wir aber nicht. Wir bleiben auf dem Hauptpfad und tätigen einen kurzen, steilen Aufstieg. Über einen felsigen Grat, der mit einem Drahtseilzaun (leider auch nicht immer) gesichert ist, geht es einen gesicherten, gestuften Pflasterweg zu einem weiteren Aussichtspunkt hinauf. Dort sehen wir eine von Gesteinsgängen durchzogene Steilwand. Nun machen wir einen weiten Bogen an der Südseite der Halbinsel um die Albra-Bucht herum und passieren eine nur wenige Meter breite Landbrücke. Der Fels fällt zu beiden Seiten fast 100 m senkrecht ab. Nun kommt die engste Stelle der Insel - ebenfalls mit einem Zaun gesichert. Dann sind wir an der Casa do Sardinha. Sie mutet wie eine Oase an und wir sitzen unter Dattelpalmen und machen eine Pause mit mitgebrachten Snacks und Getränken.

Nach der Pause beginnen wir den Anstieg zum Morro do Furado und können den Leuchtturm sehen, der uns bislang verborgen blieb. Die Desertas-Inseln scheinen zum Greifen nah zu sein und Porto Santos können wir auch erblicken. Nun steigen wir wieder hinab und begeben uns zurück zum Rundweg und zum Parkplatz, was noch eine ganz Weile dauert und uns mächtig Durst macht. Es ist wirklich recht heiß geworden.

 Wir sehen kurz vor dem Parkplatz, dass der Rest der Insel  wolkenverhangen ist. Hoffentlich regnet es gleich nicht sofort.

Als Karsten uns ein Bier holt von dem Wagen, der immer auf dem Parkplatz hält und mit lauten Kompressorgetöse die Touristen mit kühlen Getränken versorgt, bemerke ich, dass er meine Socken anhat. Blümchenstrümpfe bei einem Zwei-Meter-Kerl. Wie rührend! Er hatte seine vergessen und meine lagen noch im Kofferraum, sagte er zur Entschuldigung. Wir begeben und mit SPARKY, der sich einen Sonnenbrand geholt hat, so heißt ist der innen, zum Walmuseum nach Machico. Dort drinnen ist eine gut funktionierende Klimaanlage, so dass ich, durchgeschwitzt, schon bald anfange, zu frösteln. Auch mit mitgenommener Jacke wird mir nicht ganz wohl. Aber wir verbringen eine gute Stunde in dem Museum, das wirklich sehr eindrucksvoll und sehr ausführlich mit Filmen, Vorführungen, Simulationen und Ausstellungsstücken über die Wale und die Walfängerei um Carnical informiert. Dann suchen wir ein Café auf und bemerken, dass es hier viel kühler ist als auf der Halbinsel. Das war echt eine tolle Wanderung. Würde ich sofort noch einmal machen, also: Empfehlung!

Freitag, 06.06.14

Heute fängt es schon während es Frühstücks an zu regnen. Wir hatten uns eine Wanderung im Nordwesten ausgesucht, steigen in unsern Sparky und müssen erkennen, dass auch nach einer halben Stunde Fahrerei nur noch mehr Wasser vom Himmel fällt. Karsten kehrt wieder um und wir fahren zurück Richtung Funchal. Nach einer Stunde hört der Regen endlich auf und die Straßen dampfen. Junge, das ist eine Luft! Wir suchen uns eine Levadawanderung aus, die mittelschwer ist, keine Tunnels hat und keine Höhenmeter. Sie heißt: Zum Gabo Girao und geht durch die Weinberge im Süden der Insel. Gehzeit: 2:30 Std.


Dieser Weg führt uns manchmal peinlich nah an Wohnhäusern und Privatsphären der Madeirer entlang. Manchmal fühle ich mich unwohl, wenn ich durch einen Privatgarten laufe und aus dem Klofenster schaut ein altes Gesicht herunter und fragt sich, wer da gerade wieder durch sein Beet latscht. Karsten meint aber: "Das kennen die schon" und geht ungerührt weiter.

Die Sonne sticht nun richtig und als wir am Punkt sind, wo es ein paar Stufen zu einer Bar oder einem Café hochgehen soll, ist dort leider nichts. Daher laufen wir die Levada nicht ganz bis zuende und sind trotzdem drei Stunden unterwegs. Wahrscheinlich haben wir uns eine neue Variante ausgesucht. Wir freuen uns aber, dass es noch so ein schöner Tag geworden ist (wettermäßig) und wandern in Carnico noch einmal dorthin, wo wir bereits am ersten Abend gesessen haben: zur Surferbucht und dem dortigen Restaurant, wo wir ein Abschiedsbier schlürfen.

Samstag, 07.06.14

An unserem letzten Tag wollen wir nach Funchal und uns mal die Stadt ansehen. So ein richtiger Stadtfan bin ich ja nicht, aber es gibt etwas, das mich doch interessiert: der Markt in der großen Markthalle.

Karsten quält sich mit SPARKY durch die vollen Straßen und wir finden dann letztendlich (wie im richtigen Leben in Deutschland) einen Parkplatz im Parkhaus. Dann begeben wir uns in die Markthalle, die ziemlich genau gegenüber liegt. Toll! Die schönen, großen Fische werden verkauft und filetiert. Dann in der oberen Etage gibt es so viel uns unbekanntes Obst und Gemüse. Wir dürfen häufig probieren und kaufen auch ein wenig. Für die Rückfahrt. Und für die Kinder zuhause zum Probieren.

Wir wollen in die berühmte Kirche, die Kathedrale Se, aber sie macht erst in zwei Stunden ihre Pforte wieder auf. So beschränken wir uns auf einen Blick von außen und schlendern so durch die Stadt zum Hafen. Dort finden wir das Schiff "Santa Maria", ein altes Segelschiff, das natürlich noch heute Touristen für viel Geld durch das Wasser schippert. Wir kommen an der Avenido do Mar vorüber, die ein solider Schutz gegen Piraten bildete und fahren nach ausgiebigem Stadtbummel und Eis und Capuccino in unser Hotel zurück, um Koffer zu packen und ein letztes, schönes Abendessen zu genießen.

Am nächsten Morgen werden wir nach dem zeitigen Frühstück per Taxi abgeholt und zum Flughafen gebracht. Die Maschine braucht heute "wegen Rückenwind" glatte 40 Minuten weniger. Das ist die Zeit, die wir nicht eingeklemmt verbringen müssen. Würden wir aber trotzdem noch einmal machen, wenn es darum ginge, wieder nach Madeira zu gelangen. Es hat uns ausnahmslos wunderbar gefallen und wir hoffen, im Oktober/November 2016 wieder im Vila Ventura zu Gast sein zu können. Und dann miete ich mir eine F 800 R, die ist nicht so hoch und mit der falle ich nicht so schnell in Autotüren!